Geschichte

Efeu ist als Heilpflanze schon seit Langem bekannt. Schon Hippokrates (460 bis etwa 375 v. Chr.), der „Vater der Medizin“, wusste um die heilsame Wirkung der Pflanze, ohne jedoch die Inhaltsstoffe zu kennen.  Er verhalf der Heilpflanze zu einer ungemeinen Popularität – glaubte er doch daran, dass den Pflanzen Götter und Geister innewohnen und ihnen Heilkräfte verleihen.

Efeu wurde auch von Dioskurides (um 40 bis 90 n. Chr.), einem Militärarzt unter Nero, und Hildegard von Bingen (1098 bis 1179) als Heilpflanze geschätzt. In der Medizin von Hildegard von Bingen wurde Efeu nur äußerlich angewendet. Die Wirkung wurde dadurch erklärt, dass die Krankheit vom Menschen in die Pflanze übertritt. Leonardo da Vinci (1452 bis 1519) berichtete von Wildschweinen, die sich mit dem Verzehr von Efeu kurierten.

Als Arznei zur Behandlung von Entzündungen der Atemwege gewann Efeu im 16. Jahrhundert zunehmend an Bedeutung. Der Durchbruch vom einfachen Mittel der Volksheilkunde zur ernst zu nehmenden Naturarznei gegen Husten erfolgte im 19. Jahrhundert durch einen Zufall. Ein Arzt führte seine Beobachtung, dass Kinder einer südfranzösischen Region seltener an Husten litten, darauf zurück, dass sie ihre Milch aus Efeuschüsseln tranken. Er folgerte daraus, dass sich Inhaltsstoffe des Efeus in der Milch lösten und Schutz vor Husten boten.

Diese Entdeckung war die Grundlage für die weitere Forschung – heute wissen wir, dass sich diese Inhaltsstoffe vor allem in den Blättern finden.

 
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